|
Wieder ist es Madeleine Giese gelungen, einen Krimi zu schreiben, der sich von der Massenware dieses Genres deutlich abhebt. Diesmal dreht sich alles um einen Kunstraub. Die Handlung spinnt sich um eine bildhübsche Restauratorin, die in ihrer Passion das geliebte, verschwundene Bild wieder zu erlangen, zu allem bereit ist, um einen merkwürdigen Kunstbesitzer, der an die magische Wirkung seines Bildes glaubt, um die einfachen Träume und Hoffnungen der Diebe und um einen merkwürdigen Kommissar, der am Ende sein privates Geheimnis preisgibt. Wie in ihren Vorgängernbüchern schafft es Giese auch diesmal mit wenigen Worten Situationen und Menschen treffend, hintergründig und auch humorvoll zu beschreiben. Nebenbei erfährt man noch so manches Ungewöhnliche über Malerei. Sie beweist, dass Krimis nicht oberflächlich sein müssen und Malerei nicht langweilig. Spannend, flüssig zu lesen und originell bleiben ihre Bücher jedenfalls eine meiner liebsten Sommerlektüren, auch - und gerade jetzt - im Winter.
|